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Protest gegen Notstandsgesetz

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1968

Ludwig Binder / wikimedia commons

1968

Wie die 68er-Bewegung die Kirche verändert hat

Frischer Wind kam vor 50 Jahren in die Evangelische Kirche. Die 68er Bewegung hat die ganze Gesellschaft deutlich verändert und auch die evangelische Kirche geprägt. In der EKHN stellten nicht nur die Gemeindemitglieder neue und andere Erwartungen an ihre Kirche. Auch Leitungspersonen und zahlreiche Pfarrerinnen und Pfarrer brachten neues Gedankengut in ihre Kirche. Wir sprachen mit Helga Trösken und Hermann Düringer.

Auch Schüler gingen 1968 auf die Straße Ludwig Binder / wikimedia commons

68er Bewegung und Kirche

„1968“ ist das Signum für den Umgestaltungswillen, für manche auch des – gescheiterten – Revolutionswillens, der die bundesrepublikanische Gesellschaft in den 1960er Jahren erfasste. „1968“ist kein singuläres Ereignis: es fiel nicht vom Himmel und es fand auch nicht nur in der Bundesrepublik statt: es gab ein Vorfeld und teilweise bis heute nachwirkenden Folgen; „1968“ steht für einen Kulminationspunkt, für ein symbolisch verstandenes epochenbildendes Jahr, in dessen Verlauf der politische und gesellschaftliche Umgestaltungswille sich lautstark und für jeden spürbar Platz brachen; und es steht für die Geisteshaltung einer Generation, deren Gestaltungswille für unser heutiges Gesellschaftsverständnis mental und politisch sinnstiftend wirkte und noch wirkt. Aus der damaligen „jungen Generation“ ist inzwischen die „alte Generation“ geworden, die zu Recht in ihrem Handeln von des heute „Jungen“ hinterfragt wird.

„1968“ hat auch in der EKHN Weichen gestellt – und das bis heute: Mehr Demokratie in den Synoden, mehr Debatte in allen Kreisen und Gremien, mehr Vielfalt in den Lebensentwürfen – auch den sexuellen, höhere Sensibilität für die feministischen Anliegen, größeres Engagement in Umwelt- und Friedensfragen und manches mehr…

2018 schauen wir, wie es damit weitergehen kann – angesichts gesellschaftlicher Kräfte, die die inhaltlichen Impulse von „1968“ zurückdrängen und zu Haltungen aus den 1950er Jahren zurückkehren wollen.

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Aus der Chronik von „1968“

16.10.1968

Black-Power-Protest, Olympische Spiele in Mexiko

7.11.1968

Beate Klarsfeld ohrfeigt den Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger.

12.11.1968

Breschnew-Doktrin einer beschränkten Souveränität im sozialistischen Lager

Dez. 1968

2. Tagung der Vierten Kirchensynode der EKHN; der Arbeitskreis „Demokratisierung der Synode“ fordert die Einrichtung eines „Synodalbüros“, der Stellenplanentwurf wird abgelehnt, die ASO agitiert und verteilt Flugblätter.

6.12.1968

Martin Niemöller erklärt seinen Austritt aus der Synode.

Eine ausführliche Chronik finden Sie hier.

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