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Chronik

Die Chronik von „1968“

1951-1976 Ende der europäischen Kolonialreiche in Afrika.
1954-1962 Algerienkrieg
1954 Kirchenpräsident Martin Niemöller wird nach dem Gespräch mit den Atomphysikern Hahn, Heisenberg und v. Weizsäcker zum aktiven Atom-Gegner.
9.7.1957 Kirchensynode der EKHN stimmt dem Militärseelsorgevertrag zu.
4.10.1957 Erster künstlicher Satellit von der Sowjetunion in den Erd-Orbit gebracht: nachfolgend im Westen der Sputnik-Schock.
1958 Gründung der „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.“.
1.7.1958 „Gesetz zur Gleichberechtigung von Mann und Frau“ tritt in Kraft.
1959 Öffnung des Pfarramts in der EKHN für (unverheiratete) Frauen; zuvor nur Möglichkeit der Arbeit als nicht ordinierte Vikarin.
25.1.1959 Martin Niemöller spricht in der „Kasseler Rede“ im Zusammenhang mit dem Wehrdienst von der „Hohen Schule für Berufsverbrecher“.
18.2.1960 Ratifizierung der Staatskirchenverträge mit dem Land Hessen.
1960 Erste Beratungsstelle für Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistende wird in der EKHN eingerichtet.
12.4.1961 Die Sowjetunion bringt den ersten Menschen in den Weltraum und heil zur Erde zurück.
1.6.1961 Mit „Anovlar“ kommt in Deutschland ein erstes Medikament „zur Behebung von Menstruationsbeschwerden“ auf den Markt („Anti-Baby-Pille“).
13.8.1961 Beginn des Baus der Berliner Mauer.
Okt. 1962 Kuba-Krise
1962/63 Spiegel-Affäre
1962-1965 Zweites Vatikanisches Konzil (Vaticanum II)
28.8.1963 Martin Luther King “I have a dream”
Okt. 1963 Konrad Adenauer legt die Kanzlerschaft nieder.
22.11.1963 Ermordung von John F. Kennedy.
1964 Georg Picht postuliert die „Bildungskatastrophe“.
21.2.1965 Ermordung von Malcolm X.
17.4.1965 „Marsch auf Washington“ als Initial der Proteste gegen den Vietnamkrieg.
1965 Pfarrer Kurt Oeser, Petition gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens an den Hessischen Landtag. April Gründung „Interessengemeinschaft zur Bekämpfung des Fluglärms“.
1966/67 Die Raumschiffe Enterprise und Orion nehmen ihren Serien-Dienst im deutschen Fernsehen auf.
1966-1976 Chinesische Kulturrevolution
10.1.1966 Aufruf zur Formierung der „Außerparlamentarischen Opposition“ durch Rudi Dutschke und den SDS.
1.12.1966 Regierungsantritt der „Großen Koalition”
1967 Niemöller reist nach Nord-Vietnam.
1967/68 Die NPD zieht in fünf Landtage ein.
1967 Gründung des Amtes für Industrie- und Sozialarbeit und des Amtes für Mission und Ökumene der EKHN.
1967 Erste gemeinsame Studienfahrt der Oekumenischen Studienreise-GmbH.
1967 Durchbruch der Hippie-Bewegung.
1.1.1967 Gründung der „Kommune I“.
2.6.1967 Der 26-jährige Student Benno Ohnesorg wird im Verlauf der Anti-Schah-Proteste getötet.
Juni 1967 Sechstagekrieg zwischen Israel und den arabischen Nachbarn.
21.-25.6.1967 13. Evangelischer Kirchentag in Hannover unter dem Motto „Der Frieden ist unter uns“. Zahlreiche Diskussionen auch zu politischen Themen.
25.8.1967 Erste Farbfernsehshow in Deutschland.
9.10.1967 Tod von Che Guevara.
31.10.1967 Die Feier des 450. Reformationsjubiläums steht im Zeichen der Beziehung der ev. Kirche zur DDR-Regierung, die die Feier ideologisch zu vereinnahmen sucht, und der Ökumene nach dem 2. Vatikanischen Konzil.
1967 Ende der Gruppe 47.
5.4.1968 Prager Frühling – Alexander Dubcek veröffentlicht ein Reformpaket für „einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz“.
1968 Veröffentlichung von „Gute Nachricht für Sie – NT 1968“.
1968 „Go-Ins“ in Gottesdiensten in Frankfurt, Mainz und Gießen; innerkirchliche Kritiker formieren sich in der „Außersynodalen Opposition“ (ASO).
4.1.1968 Premiere des Films „Zur Sache Schätzchen“ mit Uschi Glas.
18.1.1968 Beginn des Contergan-Prozesses.
30.1.1968 Tet-Offensive im Vietnamkrieg.
Febr. 1968 Anti-Vietnamkrieg Demos und Pro-Amerika-Demos.
1.3.1968 Bundespräsident Heinrich Lübke mit einer persönlichen Erklärung im Fernsehen gegen die erhobenen Vorwürfe wegen seinen Tätigkeiten im II. Weltkrieg.
8.3.1968 Beginn der März-Unruhen in Polen.
16.3.1968 Massaker von My Lai.
März 1968 Entschließung der Kirchensynode der EKHN zum Vietnamkrieg, offene Kritik an USA.
27.3.1968 Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft mit den Gliedkirchen der EKD.
27.3.1968 Der Numerus Clausus wird eingeführt.
3.4.1968 Brandanschlag Kaufhaus Schneider, Anfänge der RAF.
4.4.1968 Martin Luther King wird ermordet.
11.4.1968 Attentat auf Rudi Dutschke.
12.4.1968 Schwere Auseinandersetzungen vor dem Springer-Haus in Berlin.
April 1968 Der Club of Rome wird gegründet.
29.4.1968 Uraufführung des Musicals “Hair“ am Broadway.
29.4.1968 Die Deutsche Bundespost gibt zu dessen 150. Geburtstag eine Briefmarke mit dem Portrait Karl Marx’ heraus.
Juni 1968 „Mai-Unruhen“ in Frankreich.
30.5.1968 Die „Notstandsgesetze“ werden verabschiedet – heftige Proteste der APO.
30.5.1968 Sprengung der unbeschädigten Leipziger Universitätskirche auf Veranlassung der SED-Bezirksleitung.
31.5.1968 Truppen der Sowjetunion rücken für „Manöver“ in die Tschechoslowakei ein.
5.6.1968 Robert F. Kennedy wird ermordet.
1.7.1968 Drei der fünf damaligen Atommächte unterzeichnen in Washington den Atomwaffensperrvertrag.
1.7.1968 Zollunion der EWG tritt in Kraft.
25.7.1968 Enzyklika „Humanae Vitae“ Papst Pauls VI. zur Empfängnisverhütung.
20./21.8. 1968 Einmarsch von Truppen d. Warschauer Pakts in der CSSR (Ende des „Prager Frühlings“).
4.-8.9.1968 Der 82. Katholikentag in Münster setzt wichtige Impulse in der Diskussion zu Demokratisierung und Reform der Katholischen Kirche in Deutschland. Erste „Politische Nachtgebete“, initiiert u.a. von Dorothee Sölle.
16.10.1968 Black-Power-Protest, Olympische Spiele in Mexiko.
7.11.1968 Beate Klarsfeld ohrfeigt den Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger.
12.11.1968 Breschnew-Doktrin einer beschränkten Souveränität im sozialistischen Lager.
Dez. 1968 Zweite Tagung der Vierten Kirchensynode der EKHN; der Arbeitskreis „Demokratisierung der Synode“ fordert die Einrichtung eines „Synodalbüros“, der Stellenplanentwurf wird abgelehnt, die ASO agitiert und verteilt Flugblätter.
6.12.1968 Martin Niemöller erklärt seinen Austritt aus der Synode.
24.12.1968 Erstmals umkreist eine menschliche Besatzung den Mond. Foto des Erdaufgangs (engl. Earthrise).
1968 - 1971 Entstehung des Programms des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) zur Bekämpfung von Rassismus und Kolonialismus.
1.1.1969 Die sogenannte „Zölibatsklausel“ für Pfarrerinnen der EKHN wird aufgehoben.
März 1969 Dritte Tagung der Vierten Kirchensynode der EKHN; KSV vermeldet, dass er im Dienstgebäude der KV ein eigenes Büro bekommen hat.
1969 „Frau im Beruf“, Arbeitskreis für alleinstehende berufstätige Frauen wird gegründet.
20.1.1969 Ellinor von Puttkamer als erste Frau Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland.
24.3.1969 EKHN-Ausschuss für die Zusammenarbeit mit der Kurhessischen Kirche.
10.6.1969 Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR entsteht.
10.6.1969 Gründung des Bundes der Evangelischen Kirche in der DDR; endgültige Ablösung von der EKD.
17.6.1969 Atlas zur Sexualkunde für den Schulunterricht.
28.6.1969 New York Stonewall-Aufstand in der Christopher Street (Christopher Street Day).
16.-20.7.1969 14. Evangelischer Kirchentag in Stuttgart unter dem Motto „Hungern nach Gerechtigkeit“. Heftige theologische und politische Diskussionen führen u.a. zum Bruch mit den konservativen Pietisten.
21.7.1969 Neil Armstrong als erster Mensch auf dem Mond – USA gewinnt „Wettlauf zum Mond“
Aug. 1969 Woodstock-Festival
29.9.1969 Gemeindeabend in der Matthäus-Gemeinde zur Situation im Frankfurter Westend. Pfarrfrau Dore Zeiß wird danach wiederholt in den Vorstand der AG Westend gewählt.
1.9.1969 In der BRD tritt ein Strafrechtsänderungsgesetz in Kraft. Dies bewirkt eine Änderung des § 175 zu homosexuellen Handlungen, der auf besondere Tatbestände beschränkt wird.
28.10.1969 Regierungserklärung Willy Brandts: „Wir wollen mehr Demokratie wagen.“
29.10.1969 Das US-Verteidigungsministerium startet das „Arpanet“, die Keimzelle des Internets.
10.11.1969 Mit Domkapitular Dr. Berg (Mainz) spricht erstmals ein Vertreter einer katholischen Kirche ein Grußwort in EKHN-Synode.
19.9.1970 Erste Hausbesetzung im Frankfurter Westend
18.10.1970 Fernsehdiskussion zum Stuttgarter Schuldbekenntnis der EKD mit Bundespräsident Gustav Heinemann.
24.10.1970 Die EKHN leistet als einzige Gliedkirche der EKD einen Beitrag zum Sonderfonds zur Bekämpfung des Rassismus des ÖRK (100.000 DM).
7.12.1970 16-jährige erhalten in der EKHN Wahlrecht.
1970 Gründung Landesjugenddelegiertentags
7.12.1970 Bundeskanzler Willy Brandt: Kniefall in Warschau. Das aktive und passive Wahlrecht wird auf 18 Jahre gesenkt.
1970 / 1971 Moskauer und Warschauer Verträge – Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze durch die Bundesrepublik.
1.1.1971 „Kirchengesetz zur Angleichung des Rechtes der Frauen im pfarramtlichen Dienst an das Recht der Pfarrer in der EKHN“ tritt in Kraft.
1971 Debatte um den § 218.
1971 Erste EKHN-Delegation in Polen.
1971 Kath. und Evang. Kirche ermöglichen sog. Ökumenische Trauungen.
1972 Veröffentlichung der vom Club of Rome beauftragten Studie „Die Grenzen des Wachstums“.
1.1.1972 EKHN schafft als erste Landeskirche die feste Stelle eines Beauftragten für Umweltschutzfragen.
1973 Die Ölkrise im Herbst 1973 mit Sonntagsfahrverboten schärft den Blick für Umweltfragen und die Begrenztheit der Ressourcen.
26.4.1974 Fristenregelung zum Schwangerschaftsabbruch.
1975 Ende des Vietnamkrieges.
6.5.1976 Indikationsregelung zum Schwangerschaftsabbruch.
1977 Deutscher Herbst (RAF-Terrorismus)
1977 Die EKHN-Frauenhilfe beteiligt sich als erste kirchliche Gruppe aktiv am Früchteboykott gegen das Apartheidsregime in Südafrika.
Ende der 1970er Entstehung der Partei „Die Grünen“ aus Bürgerinitiativen, Umweltschutz-, Frauen- und Anti-Atomgruppen.
1978 - 1987 Bürgerinitiative „Startbahn West“.
Nov. 1980 Erster Gottesdienst an der Waldkapelle der Gegner der „Startbahn West“.
Nov. 1980 Krefelder Appell gegen Nato-Doppelbeschluss. Martin Niemöller beteiligt sich.
2.11.1981 Räumung des Hüttendorfes auf der geplanten Startbahn West des Frankfurter Flughafens
1986 Frauenanhörung der EKHN
1990 Beginn der Aufhebung der Apartheid in Südafrika.
19.10.1991 Arbeitsstelle Frauen in der Kirche.
31.5.1994 Strafrechtsänderungsgesetz: ersatzlose Streichung des § 175 zu homosexuellen Handlungen.

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